Viel zu spät ist es eigentlich und viel zu müde bin ich um es mir leisten zu können, jetzt noch immer im Internet herumzuhängen und diesen Eintrag zu verfassen. Aber trotzdem bin ich hier, weil auch morgen nach der Zeiger nicht stillstehen wird und so auch nicht mein schöner Time Schedule für diese Woche und so würde ich auch morgen nicht dazu kommen, euch diese Geschichte zu erzählen. Gerade bin ich auf Radiotour quer durch Deutschland und heute Früh hat es losgehen sollen, und zwar in München. Das bedeutete - 4:45 Uhr aufstehen, den Zug um 5:58 Uhr nach Stuttgart erwischen und von dort aus in Richtung München düsen. Wie immer hatte ich auch heute Morgen mein übliches Konzentrationsproblem, irrte dann mit Kamm in der einen Hand und Zahnbürste in der anderen, umher zwischen Bügeleisen und Koffer, dem Drucker der meine Tickets, meinen Terminplan und meine Tagesabläufe hat ausspucken sollen bis ich dann feststellte, wie spät ich tatsächlich dran war. In 5 Minuten schafften Papa und ich dann doch noch die Strecke bis zum Bahnhof, für die man im Normalfall doppelt soviel braucht, und GERADE noch so konnte ich samt Gepäck in den Zug springen und er fuhr ab. Geschafft. In Stuttgart angekommen musste ich erst mal feststellen, dass der Bahnhof sich seit dem letzten mal komplett umgekrempelt haben muss. Alles gesperrt, alles abgesichert, keine Anzeigetafeln, keine Informationne, nix. Nun gut, die Dame am Gleis hatte dann schon zum 3. male meinen Zug für Gleis 4 angepriesen, wo ich auch hindackelte. Zeit hatte ich sogar noch um mir eine heiße Schokolade zu schnappen. Ich wusste, ich sollte mit einem EC nach München fahren. Ich war noch nie zuvor mit einem EC gefahren und wusste nicht einmal wie diese aussehen sollten. Nun, jedenfalls an Gleis 4 angekommen wieder - kein Schaffner, kein Zugzielanzeigeschild, kein gar nichts. Ausser einem Zug. So einen, wie ich ihn noch nicht zuvor gesehen hatte. Na gut, dachte ich, wird schon der sein. Kaum eingestiegen begann ich dann nach meinem Abteil zu suchen. Ich sollte im Abteil 286 sitzen doch die Zahlen hier stiegen von 300 bis... 303.. 304... hm. Das ist komisch, dachte ich. Und irgendwie nahm ich dann auch erst einmal stumm platz. Nachdem der Zug längst am fahren war und ich nach ein paar Minuten nur noch hibbelig auf meinem Sitz herumwackelte.. stupste ich die Frau vor mir an und fragte, ob dieser Zug doch sicher der nach München sei. Und dann, zack. Nö. Nein, "Liebes, dieser Zug fährt nach Zürich." sagte sie. Nein. Nein. Nicht dein Ernst. Nicht. dein. Ernst. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Sofort Britta angerufen. (Britta ist meine Managerin, hatte ich noch gar nicht erwähnt bisher). "Gott, Britta ich heul hier gleich, ich weiß nicht wie das passieren konnte. Ich fahr so unfassbar viel Bahn und das ist mir noch nie passeiert.. Bis auf die Zugverwechselung in Freibrug, vor 1, 2 Monaten. Nun, letztenendes stellte sich heraus, dass die Durchsagen am Bahnsteig fehlerhaft waren und aufgrund der fehlenden Anzeigetafeln die Menschen wohl irritiert gewesen sein müssen. So verlor ich erstmal Massen an Nerven, stieg im nächsten Kaff aus, wartete im Regen eine halbe Stunde, fuhr zurück nach Stuttgart und hatte dort 2 Minuten Zeit um von Gleis 6 zu Gleis 15 zu gelangen. Und so stand ich vor der Zugtür nach draußen.... Da ist das elende Teil defekt. Nun war ich also nicht mehr die erste der Schlange vor einer defekten Tür nach draußen, ich war plötzlich die letzte Verstandverlierende in der Schlange aus der Tür am anderen Ende des Abteils. So blieben mir keine 60 Sekunden um den Zug an Gleis 15 zu erwischen, aber weil mich wie es schien, doch nicht alle Götter verlassen hatten, konnte ich auch in diesen Zug gerade noch so hineinspringen. Dort drin hatte ich das Gefühl, meine Lunge müsste doch jede Sekunde explodieren. So verlor ich insgesamt zwei Stunden, die ich mit Interviews geben hätte verbringen sollen, und war statt 10:30 erst 12:30 Uhr angekommen. Glücklicherweise ließen sich alle Termine ein wenig umdisponieren, die Pausen zwischendrin wurden rausgenommen und so auch das Mittagessen. Dementsprechend anstrengend war der Tag heute, aber ich bin überglücklich unterwegs zu sein. Inzwischen sind wir in Ludwigsburg und meine Augen fallen mir zu, wo ich mir so sicher bin, dass ich die Hälfte anders erklärt habe als ich es wollte und ich noch viel mehr erzählen wollte. Aber das ergänze ich morgen einfach während der 3 Stunden Autofahrt. Besser jetzt unvollständig posten, als nichts.
Gute Nacht meine Lieben <3
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